Fünfmal am Tag Gemüse oder Obst - was ist eigentlich der Unterschied?
 
 
Ernährungsexperten fordern: Fünfmal täglich soll man Gemüse oder Obst essen. Obst und Gemüse gibt es in unzähligen Sorten. Aber was ist eigentlich der Unterschied? Äpfel und Birnen sind Obst, Paradeiser (Tomaten), Erdäpfel und Paprika gehören zum Gemüse – warum eigentlich?

Gemüse und Obst besitzt einen hohen Anteil an wertvollen Nährstoffen (Foto: F.Biba)
Im Mittelalter nannte man einfach beides „Obez“ (mhd. obez, obz, eigtl. = Zukost, alles, was außer Brot und Fleisch verzehrt wurde, auch Hülsenfrüchte, Gemüse und Ähnliches). Heute unterscheidet man sehr wohl zwischen Obst und Gemüse, und das entscheidende Kriterium ist weder der Geschmack, noch das Aussehen oder die Verwendung, sondern die Pflanze, von der die Frucht stammt.
    Handelt es sich um Gehölze oder andere mehrjährige Pflanzen, dann spricht man von Obst. Denken Sie an Weintrauben, Beerenfrüchte, Kiwis sowie an die typischen Baumfrüchte wie Kirschen, Marillen, aber auch Orangen, Bananen und die bereits genannten Äpfel und Birnen.
      Gemüse hingegen ist ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile wie beispielsweise Blätter, Früchte, Knollen, Stängel oder Wurzeln von ein- oder zweijährigen bzw. nur einmal tragenden, meist krautigen Pflanzen (Salat, Kraut und Rüben, Erdäpfel, Karotten....).

        Und wohin gehören Zuckermelonen und Wassermelonen?
          Nach der oben angeführten Lebensmitteldefinition handelt es sich um ein Gemüse (einjährige Pflanzen). Botanisch sind es hingegen Früchte. Daher hat man für Früchte einjähriger Pflanzen den Begriff Fruchtgemüse geprägt. Zum Fruchtgemüse zählen verschiedene Gemüsearten, deren Früchte zum Verzehr geeignet sind, wie Zucchini, Gurken aber auch Paradeiser, Paprika, Kürbisse und die bereits genannten Melonen.

        Fünfmal am Tag eine Portion Obst oder Gemüse
        – das lässt sich leichter in die Tat umsetzen als viele denken.

        Und das alles zählt als 1 Portion:

        1 Glas reiner 100-prozentiger Obst- oder Gemüsesaft
        1 Stück Obst (Apfel, Birne, Orange, Banane,....)
        2 – 3 kleinere Früchte (Marillen, Pfirsiche, Zwetschken, Mandarinen, ....
        1 Handvoll Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Ribisel, Kirschen, Weintrauben,...)
        1 Schale Müsli oder Joghurt mit viel frischen Früchte1 Schüsserl Salat (verschiedene Blattsalate mit Karottenscheiben, Gurken, Paprikastreifen, Maiskörnern, ...)
        1 Schöpfer Gemüse (Rotkraut, Fisolen, Spinat, Karfiol, Kohlsprossen, Gemüsemischung, ...)
        1 vegetarisches Gericht (Brokkoliauflauf, Spaghetti mit Zucchini und Tomaten, Kraut- oder Gemüsestrudel, Kürbisgulasch, .....)
        1 Teller Gemüsesuppe

        Was halten Sie von in Streifen geschnittenem Gemüse wie etwa Karotten als Snack statt Kartoffelchips oder anderen salzigen Knabbereien? Oder wie wäre es süßes Obst wie Bananen statt Schokolade zu naschen? Auch so können Sie ihren Obst- und Gemüsekonsum erhöhen. Wählen Sie aus der Vielfalt. Dunkelgrüne, gelbe, rote und orange Gemüsesorten, Kreuzblütler wie Kohl oder Brokkoli, getrocknetes Obst, Beeren, Bohnen, Tomaten und Karotten – sie alle gelten als gesundheitsförderlich.