Gut zu Fuß: gesunde Füße
 
Balsam und Salben gegen Hornhaut-Veränderungen
 
Ungefähr zweimal rund um die Erde tragen uns die Füße im Laufe des Lebens. Eine stolze Leistung, daher sollte man die Fußpflege nicht vernachlässigen. Schlecht sitzende und zu enge Schuhe, Belastungen durch Übergewicht, langes Stehen und Gehen können zu Hornhaut-Veränderungen und Schwielen an den Füßen führen.

Hornhaut-Veränderungen
Um den speziellen Belastungen besser standzuhalten ist die Haut an den Fußsohlen etwa drei- bis viermal so dick wie die durchschnittliche Haut an anderen Stellen des Körpers. Bei übermäßiger Beanspruchung kann sich aber die oberste Hornschicht der Epidermis, das Stratum Corneum, flächenhaft verdicken, um darunter liegendes Gewebe zu schützen. Die im Normalfall hellgelbliche Hornhaut mit gut sichtbaren Hautlinien bekommt durch verstärkten Druck ein glänzendes Aussehen, wobei die Umgebung oft gerötet erscheint. Es kommt dann zu einem unangenehmen Brennen, schmerzhafte Schwielen können entstehen. Die dickere Haut am Fuß stellt zudem eine wasserdichte Abdeckung dar. Das bedeutet aber auch, dass die Füße schnell trocken und rau werden. Das wieder hat zur Folge, dass die Haut aufgrund der verringerten Elastizität aufplatzen kann. Risse und Fissuren an den Füßen dringen unbehandelt dann in tiefere Gewebeschichten vor und erhöhen so das Infektionsrisiko.

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Nach dem Fußbad eincremen!
(Foto: pixelio.de, Marika)
Pflegetipps
Nach einem entspannenden Fußbad können spezielle Schrundensalben die oberen Epidermisschichten wieder geschmeidig werden lassen. Hoch wirksamer Fuß-Balsam aus der Apotheke drängt überschüssige Hornhaut behutsam wieder zurück. Die enthaltenen Mikropartikel und Pflegeöle, sowie Pflanzenextrakte wie Salbei-, Thymian- und Weiden-Auszüge sorgen dabei auf natürliche Weise für glatte Füße. Auch harnstoffhältige Produkte sind hier empfehlenswert. An besonders verhärteten Stellen helfen salicylsäurehaltige Pflaster die Haut aufzuweichen. Doch Vorsicht bei Durchblutungsstörungen oder diabetischem Fuß - hier ist die Verwendung säurehaltiger Hornhautmittel kontraindiziert.

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Bei besonderen Problemen kommt ein wohltemperiertes Fußbad mit Kräutern (oder Kräuter-Badeextrakten) aus der Apotheke zum Einsatz.
      • Schachtelhalmkraut (Herba Equiseti) hilft zum Beispiel gegen Frostbeulen: 10 g (= etwa 10 Teelöffel) Schachtelhalmkraut wird 1 Stunde in heißem Wasser ausgezogen und dann dem Bad zugesetzt.
      • Eichenrinde bekämpft Schweißfüße: 500 Gramm Eichenrinde werden in vier bis fünf Liter Wasser 20 Minuten gekocht und anschließend abgegossen.
      • Kamille lindert Entzündungen
      • Rosmarin, Pfefferminze, Kamille, Melisse werden gegen müde Beine und Füße eingesetzt.
Das Salzbad bei müden oder geschwollenen Füßen:
Pro 1 l Wasser einen Esslöffel Natur-Steinsalz (Sal Gemmae griseum aus der Apotheke) ins Fußbad geben. Kann auch mit Kräuterbädern kombiniert werden.