Gute Vorsätze für die Fastenzeit
 
Ernährung umstellen
 
Die letzten Tage im Fasching werden meist sehr kalorienreich gefeiert, doch das Wort „Karneval“, das sich vom mittellateinischen „carne levare“ (Fleisch wegnehmen) ableiten dürfte, gibt einen Hinweis darauf, dass die Fastenzeit schon vor der Tür steht. Traditionell wird dann vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag 40 Tage (Quadragesima) lang gefastet. (Für alle, die die Tage bis Ostern nachrechnen wollen: Sonntage waren vom Fasten ausgenommen, daher ist der Aschermittwoch 46 Tage vor dem Ostersonntag!)

In dieser Zeit dem Winterspeck den Kampf anzusagen, ist vernünftig, solange das Abnehmen mit Vernunft geschieht. Abnehmen kann man am besten durch eine Kombination von erhöhtem Energieverbrauch durch Bewegung und sportliche Betätigung einerseits und verminderte Kalorienzufuhr andererseits. Eines sollte aber nicht vergessen werden: Blitzdiäten sind nicht sinnvoll. Gesünder ist es, sich das ganze Jahr über bewusst und ausgewogen zu ernähren.

Das österreichische Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte im März 2010 eine Ernährungspyramide mit folgenden Empfehlungen:

    • Täglich min. 1,5 Liter Wasser und alkoholfreie bzw. energiearme Getränke.
    • Täglich 3 Portionen Gemüse oder Hülsenfrüchte und 2 Portionen Obst.
    • Täglich 4 Portionen Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Erdäpfel (5 Portionen für sportlich Aktive und Kinder) – vorzugsweise Vollkorn.
    • Täglich 3 Portionen fettarme Milch und Milchprodukte.
    • Pro Woche 1–2 Portionen Fisch. Pro Woche maximal 3 Portionen fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstware. Pro Woche maximal 3 Eier.
    • Täglich 1–2 Esslöffel pflanzliche Öle, Nüsse oder Samen. Streich-, Back- und Bratfette und fettreiche Milchprodukte sparsam.
    • Fett-, zucker- und salzreiche Lebensmittel und energiereiche Getränke selten.
Abbildung: "Gesund leben"-Pyramide
© Med. Univ. Wien, Abteilung Ernährungsmedizin (Widhalm, Dämon).

Die "Gesund leben"-Pyramide als Guideline für ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten
Journal für Ernährungsmedizin 2003; 5 (4)
Krause & Pachernegg GmbH · VERLAG für MEDIZIN und WIRTSCHAFT
www.kup.at/kup/pdf/3802.pdf


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