Selbstmedikation
 
Rezeptfrei, aber mit Beratung
 
Mit zunehmender Selbstmedikation wird auch die Beratung durch die Arzneimittelexperten in der Apotheke immer wichtiger.

Der Trend zur Selbstmedikation ist nicht zu übersehen. Immer mehr Menschen behandeln kleinere Leiden und leichtere Beschwerden selbst mit rezeptfreien Präparaten. Gerade hier ist aber die Beratung durch Arzneimittelexperten nötig.

Einige Beispiel erklären, warum. So sollen Patienten, die bestimmte Herzmittel einnehmen, sehr vorsichtig mit der Einnahme von Abführmitteln sein. Dadurch kann nämlich die Wirkung des Herzmedikaments stark gesteigert werden - unter Umständen so stark, dass lebensgefährliche Störungen der Herzfunktion eintreten.

Umgekehrt können Mittel gegen Sodbrennen die Wirkung von Antibiotika aufheben. Auch die ansonsten sehr gut verträgliche Acetylsalicylsäure kann, gemeinsam mit bestimmten anderen Medikamenten eingenommen, zu Problemen führen. Es kann zu Blutungen kommen.

Auch Nahrungsmittel können die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen. Das heißt nicht nur, dass die Tabletten nicht mit Bier oder Wein hinuntergespült werden sollen. Es kann einen großen Unterschied machen, ob man ein Präparat vor oder nach dem Essen einnimmt. Die Arzneimittelexperten in der Apotheke wissen darüber Bescheid. Es gibt auch noch andere Arten von Wechselwirkungen. Milch zum Beispiel schwächt die Wirkung einiger Medikamente; durch Brokkoli, Kohl, Bohnen oder Käse kann der Effekt bestimmter Arzneimittel entscheidend verändert werden. Fettreiche Nahrung wirkt auf manche Medikamente verstärkend - auf andere abschwächend.