Apitherapie: Die Heilkraft der Bienen
 
 
Apitherapie (lateinisch „Apis“ = Biene) ist die Anwendung von Bienenprodukten wie Honig, Bienengift, Propolis, Pollen, Gelèe Royale und Bienenwachs zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten oder Störungen, die krankhafter Natur sind.

Foto: F.Biba
Früher war die Apitherapie vor allem unter Imkern bekannt. Heute gerät sie mehr und mehr ins Blickfeld der Forschung.

Das Heilen mit Bienenprodukten gilt als eines der ältesten Therapieverfahren: Archäologische Funde belegen, dass Menschen seit über 6.000 Jahren Bienenprodukte nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Heilmethode anwenden.

Honig gilt im Sinne des Gesetzes als wertvolles Lebensmittel, Blütenpollen, Propolis und Gelée Royale gelten als Nahrungsergänzung, Bienengift wird bereits als Arzneimittel betrachtet. Für Bienen-Produkte in Apitherapiequalität müssen die allerhöchsten Qualitätskriterien gelten.

Honig hilft bei resistenten Bakterien
Honig spielte bereits im alten Ägypten in der Medizin eine wichtige Rolle und auch der berühmteste Arzt des Altertums, Hippokrates von Kos, empfahl Honig zur Behandlung von Verletzungen, Geschwüren und eiternden Wunden. Da Honig aus rund 80 % Zucker und 20 % Wasser besteht, glaubte man lange Zeit, dass es lediglich der hohe Zuckeranteil im Honig sei, der den Bakterien Wasser entzieht und so die Wundheilung begünstige. Doch die britische Mikrobiologin Rose Cooper von der Universität von Wales konnte nachweisen, dass Honig, auf Wunden aufgetragen, dreimal besser wirkt, als vergleichbare Zuckerlösungen. Und Honig kann sogar bei Infektionen, die von antibiotikaresistenten Bakterien hervorgerufen werden, erfolgreich eingesetzt werden. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt, jedoch hat sich gezeigt, dass Honig den Beginn einer akuten Infektion verhindert, indem er die Bakterien daran hindert, sich an das Gewebe zu heften. Zudem verhindert er auch, dass Bakterien einen Antibiotika-Schutz in Form eines Biofilms bilden, erklärte Cooper bei der Frühjahrskonferenz der britischen Mikrobiologen (SGM Society for General Microbiology Spring Conference 2011) die vom 11.-14. April 2011 in Harrogate, UK stattfand.
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Honey can reverse antibiotic resistance
http_www.sciencedaily.com_releases_2011_04_110412201713.htm.pdfhttp_www.sciencedaily.com_releases_2011_04_110412201713.htm.pdf


Keine unkontrollierte Selbstbehandlung
Bienenprodukte (insbesondere Bienengift) können im Einzelfall auch allergische Reaktionen verursachen. Wenn Sie krank sind, dann sollten Sie sich für komplementärmedizinische Therapien nur nach professioneller Diagnose und Beratung durch qualifizierte Ärzte entscheiden. Für nähere Informationen steht die "Österreichische Gesellschaft für Apitherapie“ zur Verfügung. Diese hat das Ziel, die Apitherapie als anerkannte Methode der Komplementärmedizin in Österreich zu etablieren und fördert die Forschung, um die Anwendung der Apitherapie auf eine fundierte wissenschaftliche Basis zu stellen.
Nähere Informationen: www.apitherapie.at/