Alkoholtest: Wann darf ich Auto fahren?
 
Die Messung des Alkoholgehaltes in der Atemluft lässt Rückschlüsse auf die Blutalkoholkonzentration zu.
 

Alkohol wird in erster Linie mit Hilfe von Enzymen in der Leber abgebaut. Individuelle Unterschiede, Krankheiten und Arzneimittel haben ebenfalls einen Einfluss darauf, wie schnell bzw. langsam der Alkohol abgebaut wird.

Als Faustregel gilt, dass die Alkoholdehydrogenase pro Stunde etwa 0,1 -0,2 g Alkohol pro kg Körpergewicht abbaut, d.h. bei einem 70 kg wiegenden Durchschnittstrinker werden pro Stunde 7 g Alkohol abgebaut. Dieser Abbau lässt sich durch nichts in der Welt beschleunigen - weder durch eine kalte Dusche, noch durch einen Kaffee oder "Wundermittel" und Geheimrezepte, wie immer wieder fälschlicherweise angenommen wird.

Ein Rechenbeispiel: 2 Krügel Bier (zu je 0,5 l) enthalten 40 g Alkohol, wenn nun pro Stunde 7 g Alkohol abgebaut wird, bedeutet das, dass unsere Beispielperson 5,7 Stunden nach Beginn des Alkoholabbaus wieder vollkommen nüchtern ist. Alkohol löst sich besser in Wasser als in Fett, weshalb die Blutalkoholkonzentration im Wesentlichen von der Menge des Körperwassers abhängt. Schwerere Menschen haben im Normalfall mehr Körperwasser und damit bei gleicher aufgenommener Menge an Alkohol eine niedrigere Akoholkonzentration im Blut.
Frauen haben einen höheren Anteil an Körperfett und einen niedrigeren Anteil an Körperwasser im Vergleich zu Männern, was einen weniger raschen Abbau zur Folge hat.


Zum Promillerechner www.onmeda.de/

Unsachgemäßer Alkoholkonsum kann als Faktor zu vielen Unfällen, Verletzungen und gesundheitlichen Beschwerden beitragen. In Apotheken sind Schnelltests zur Ermittlung des geschätzten Atemalkoholgehaltes erhältlich. Die Messung des Alkoholgehaltes in der Atemluft lässt Rückschlüsse auf die Blutalkoholkonzentration zu. Restalkohol ist übrigens genauso gefährlich, sodass man auch am Tag nach reichlichem Alkoholkonsum das Auto stehen lassen sollte.

Beim Alkoholabbau in der Leber entsteht Acetaldehyd, welches normalerweise durch ein begrenzt vorhandenes Enzym zur harmlosen Essigsäure abgebaut wird. Wenn dieses Enzym allerdings verbraucht ist, wirkt das verbleibende Acetaldehyd als Zellgift und verursacht die typischen Katerbeschwerden. Siehe "Feste feiern ohne Kater"