Es ist Zeit, TBC zu beenden
 
Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März
 
Jede Stunde wird bei 30 Menschen in der Europäischen Region eine Tuberkulose diagnostiziert. Der Welttag der Tuberkulose - jedes Jahr am 24. März - ist ein Anlass, um auf die Tuberkulose aufmerksam zu machen und sich für ihre Bekämpfung einzusetzen. „It’s Time“ lautet das Leitmotiv 2019, denn es ist an der Zeit, TBC zu einer Krankheit der Vergangenheit zu machen.

Obwohl Tuberkulose (TBC) eine heilbare Krankheit ist, stellt sie in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum nach wie vor eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Jährlich werden über 55 000 Infektionen und Tausende von Todesfällen aufgrund von TBC gemeldet.

In Anerkennung der Tatsache, dass Tuberkulose eine globale Plage ist, erneuerten die führenden Politiker auf einem Treffen der Vereinten Nationen auf hoher Ebene im Jahr 2018 ihre Zusage, die Tuberkulose bis 2030 zu beenden, wie in den Sustainable Development Goals (SDGs) vorgesehen.
Der jüngste gemeinsame Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des Weltbüros für Tuberkulose (Tuberkulose) der Weltgesundheitsorganisation für Europa (2019) (Daten von 2017) zeigt, dass trotz des anhaltenden Rückgangs der TB-Meldefrequenzen die EU / EWR-Länder vor einer Reihe von Herausforderungen stehen, um das SDG-Ziel zu erreichen. Es erfordert solide Überwachung und Berichterstattung, verbesserte Diagnose, Behandlung und Versorgung aller TB-Patienten einschließlich jener in benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Tuberkulose zählt zu den häufigsten und auch gefährlichsten Infektionskrankheiten. Sie wird hervorgerufen durch das Bakterium „Mycobacterium tuberculosis“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass mehr als ein drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkelbakterien infiziert ist. 20 Prozent der Infizierten erkranken im Laufe der folgenden zwei Jahre, weitere 20 Prozent entwickeln erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte die Krankheitszeichen einer Tuberkulose. Übertragen wird die Krankheit durch eine Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, Singen oder Sprechen durch mehrstündigen Kontakt in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen. Ein kurzer Kontakt, vor allem im Freien, stellt kein relevantes Risiko dar.

Situation in Österreich
In Österreich hat sich die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten immer weiter verringert. 2017 wurden 569 TBC-Fälle gemeldet, das sind etwa 10 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahl der schweren Fälle (multiresistente Tuberkulose) dagegen ist annähernd gleich geblieben. TBC gehört in Österreich zu den meldepflichtigen Krankheiten. Innerhalb von drei Tagen nach Diagnose muss eine Erkrankung laut Gesetz bei der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt werden.

Das Krankheitsbild
In der Mehrzahl der Fälle betrifft Die Tuberkulose die Lunge. Sie kann aber auch andere Organe befallen. Typische Symptome sind Husten, oft mit Auswurf, Fieber und Gewichtsabnahme. Die Tuberkulose ist mit speziellen Antibiotika, die über Monate eingenommen werden müssen, meist gut behandelbar. Ohne Behandlung ist der Verlauf der meist langsam fortschreitenden Krankheit oft tödlich. Früherkennung und eine korrekt durchgeführte Behandlung sind die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen TBC. Nur so kann Ansteckungsgefahr und damit die weitere Übertragung auf andere Personen zu verhindert werden.

Quellen und weiterführende Informationen:
Tuberkulosebericht Europa
https://www.sozialministerium.at/site/Gesundheit/Krankheiten_und_Impfen/Krankheiten/Uebertragbare_Krankheiten/Infektionskrankheiten_A_Z/Tuberkulose_TBC_
https://ecdc.europa_new.eu
http://www.stoptb.org/
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tuberkulose.html
https://www.ages.at/service/service-presse/pressemeldungen/tuberkulose-in-oesterreich/