Ecstasy
 
Die Partydroge wurde bereits 1912 synthetisiert
 
Die "Partydroge" Ecstasy (auch "Exstasy") leitet sich von einem bereits 1912 synthetisiertem Amphetaminderivat (3,4-Methylen-dioxy-methyl-amphetamin =MDMA) ab. Als Appetitzügler entwickelt, geriet MDMA aber bald in Vergessenheit. In den 80er Jahren wurde MDMA vor allem in den USA und in der Schweiz als Hilfsmittel bei der sogenannten psycholytischen Psychotherapie eingesetzt. Die USA verboten die Substanz 1985, die UNO und WHO ein Jahr später. Seither werden Ecstasy und andere Designerdrogen als Partydrogen am Schwarzmarkt weltweit gehandelt.

Der Begriff "Partydroge" ist von der Art des Konsums abgeleitet, denn mit der Entwicklung der Technomusik, zu der in der Szene zum Teil ganze Wochenenden, mindestens aber ganze Nächte durchgetanzt wird, haben sich auch bestimmte Formen des Drogenkonsums herausgebildet. MDMA kommt als verschiedenfärbige Tablette, in unterschiedlichen Formen und mannigfaltigen Bezeichnungen (Ecstasy, Adam, XTC, E, M&M aber auch Phantasienamen wie Smiley, Batman, Flintstone etc.) oder als bunte Kapsel auf den Schwarzmarkt. Meist kostet eine Dosis "Ecstasy" weniger als ein Glas "Cola". Die Zusammensetzung dieser Drogen ist längst nicht mehr einheitlich, von Mischungen mit wirkungslosen Substanzen wie Milchzucker bis zu äußerst gefährlichen Stoffen kann alles enthalten sein. Ecstasy ist weniger in der klassischen Drogenszene verbreitet, die Konsumenten leben in der Regel "sozial angepasst" und sind als Drogenkonsumenten nicht unbedingt auffällig. Alarmierend sind die Aussagen der Experten: Bereits jeder 5. bis- 6.Jugendliche in Österreich hat mit Ecstasy Erfahrungen, der Konsum ist weiter steigend. Bei 20 Prozent der Drogentoten, bei zahlreichen Unfällen auf der Straße und auf der Schipiste ist "Ecstasy" mit im Spiel.