Latex-Allergie
 
Kreuzallergien mit (sub)tropischen Früchten und Ficus-Pflanzen möglich
 
Ein immer noch unterschätztes Problem stellt die Latex-Allergie dar. Naturlatex, der aus dem Milchsaft des Parakautschukbaumes vorwiegend in Südostasien gewonnen wird, kann in vielen Artikeln des Alltags (Handschuhe, Bürsten, Strümpfe usw.) verarbeitet sein.

Bei der Soforttyp-Allergie (Typ-I-Allergie) kommt es unmittelbar nach Kontakt mit einem latexhältigen Produkt zu Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz an der entsprechenden Körperstelle. Zudem können auch Gesicht und Augen anschwellen, Schnupfen und Asthma auftreten und der ganze Körper mit einem Nesselausschlag reagieren. Ein besonders dramatischer Verlauf kann zu einem allergischen Schock (Anaphylaxie) führen (Lebensgefahr!). Es gibt aber auch verzögerte Allergiereaktionen (Typ-IV-Allergie), da bleibt die Reaktion auf die Körperstelle beschränkt und kann erst 6 bis 48 Stunden später auftreten.

Kreuzallergien möglich
Latex-Allergiker reagieren häufig auch allergisch auf den Verzehr von Bananen, Avocados, Kiwis, rohen Kartoffeln und den Kontakt mit Ficus-Pflanzen (z.B. Ficus benjamin).

Maßnahmen:

Bei Verdacht auf Latex-Allergie sollte unbedingt ein Allergie-Test gemacht werden. Wird eine Allergie festgestellt, muss der Kontakt mit Latex sowie mit den Stoffen, die eine Kreuzallergie auslösen können, unbedingt vermieden werden.

Link zu Informationen über "Perubalsam und Kreuzallergien"