Der etwas andere Weihnachtsbaum: Pinus sylvestris, die Föhre
 
Die Wirkstoffe der Nadelbäume kommen gerade in der kalten Jahreszeit in Apotheken oft zum Einsatz.
 

Die deutsche Bezeichnung Föhre steckt auch im Wort Kiefer, das eigentlich Kien-Föhre, also die wegen ihres Harzgehaltes zu Leuchtspänen verwendete Föhre, meint.
Bei uns wird hauptsächlich die Tanne, insbesondere die Nordmanntanne als Christbaum verwendet, da sie besonders haltbar ist und nur wenige Nadeln verliert. Im östlichen Nordamerika ist die Föhre der beliebteste Weihnachtsbaum.

In Mitteleuropa wurden große Waldflächen mit der Waldkiefer (Pinus sylvestris) aufgeforstet. Der Name Pinus kommt aus dem Lateinischen und leitet sich von Pinum ab. Damit wurden spitze Gegenstände bezeichnet. Bei der Kiefer bezieht es sich auf die spitzen Nadeln. Die Schreibweise in der lateinischen Bezeichnung der Waldkiefer, Pinus sylvestris, geht auf Carl von Linné zurück. Die Art wurde 200 Jahre lang lateinisch korrekt mit "i" geschrieben - bis ein Tüftler herausfand, dass Linné (1707 – 1778) in der Erstbeschreibung ein „y“ verwendet hatte. Dabei muss es also jetzt bleiben.

Föhren in der Apotheke
Aus dem Harz der Föhren wird Terebinthinae aetheroleum rectificatum gewonnen. Der verbleibende Rückstand, geschmolzen und gereinigt, wird Kolophonium genannt. Terpentinöl, Kolophonium und auch das ätherische Kiefernadelöl haben auch heute noch in der Pharmazie Bedeutung.

Abbildung: Pinus silvestris (!) aus Prof. Dr. Thomé, Otto Wilhelm - Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz - in Wort und Bild für Schule und Haus; 1885 - 1905

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Am Waldessaume träumt die Föhre,
am Himmel weiße Wölkchen nur.
Es ist so still, dass ich sie höre
die tiefe Stille der Natur.

Theodor Fontane

Theodor Fontane (1819-1898) hatte als ausgebildeter Apotheker eine besondere Beziehung zur Natur, was in einigen seiner Gedichte sehr schön zum Ausdruck kommt.



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Oh Tannenbaum!
Oh, Tannenbaum - wird zu Weihnachten wieder in vielen Familien gesungen. Ein Loblied auf den Christbaum, egal ob Tanne, Fichte oder auch Kiefer, stimmt heute auch Apothekerin Mag. Sonja Burghard an. Denn die Wirkstoffe der Nadelbäume kommen gerade in der kalten Jahreszeit oft zum Einsatz.

ORF Beitrag in "HEUTE LEBEN" am 19.12.2012 - 17:30 Uhr ORF 2

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