QUALLEN: Nach Nesselkontakt nicht gleich duschen!
 
 
Quallen werden meist bei feuchtem Wetter und Landwind in Strandnähe gesehen. Quallen und andere Nesseltiere verfügen über hochwirksame Waffen. Ihre Nesselkapseln in den fadenartigen Tentakeln registrieren sofort jede Berührung und lösen eine blitzschnelle Aktion aus: Im Moment des Hautkontaktes baut sich im Inneren der Kapsel ein Druck von 200 Atmosphären auf und mit der Geschwindigkeit der 40.000-fachen Erdbeschleunigung wird der giftige Inhalt wie ein Pfeil explosionsartig in die Haut injiziert.

Das Nesselgift der Quallen ruft bei Hautkontakt allergische Reaktionen hervor. Für Schwimmende besteht unter Umständen durch Schock Lebensgefahr. Es genügen auch Teile von Quallen, etwa wenn die Tiere durch die Einwirkung von Schiffschrauben getötet wurden und deren Tentakel unsichtbar im Wasser treiben. Auch an den Strand gespülte Quallen und deren Fragmente können Hautläsionen hervorrufen.

Maßnahmen: Quallenreste nicht abwischen, da Gefahr, das Nesselgift noch tiefer in die Haut einzureiben. Globetrotter empfehlen eine lokale Behandlung mit Alkohol, Salmiakgeist oder Natriumkarbonat, nötigenfalls kann auch Essig, Zucker, Salz oder trockener Sand aufgebracht werden. Nach dem Antrocknen die Quallenreste vorsichtig abschaben. Aber nicht versuchen, die Quallenreste mit Wasser vom Körper zu entfernen. Wasser verschlimmert die Lokalreaktion. Erst wenn alles weg ist, kann mit kaltem Wasser nachgespült werden. Die gereinigte Wunde grundsätzlich wie eine Verbrennung behandeln. Kalte Umschläge, Antihistaminika.


Mehr darüber: auf www.reisemed.at/quallen.html gibt es eine Karte der "Quallen-Hochrisikogebiete"