Bachblüten
 
Flower-Power fürs Wohlbefinden?
 
Die Bachblüten-Therapie geht nicht etwa auf Blütenpflanzen zurück, die an einem Bach wachsen, sondern auf den englischen Arzt Dr. Edward Bach (1886 bis 1936). Ausgehend von der Homöopathie entwickelte er eine spezielle Behandlungsmethode mit Essenzen aus Blüten wild wachsender Blumen. Seine Erkenntnisse und Rezepte werden heute im Dr. Edward Bach-Centre in Oxfordshire in England bewahrt und weitervermittelt. In Deutschland sind sie umstritten.

Bachs Methode beruht auf der Ansicht, dass alle Krankheiten ihre Ursache letztlich in seelischem Ungleichgewicht haben. Folglich sollen die Mittel auch keine Wirkung auf den Körper haben, sondern die seelische Balance wiederherstellen. Die Blütenmittel lassen sich in sieben Hauptgruppen einteilen. Innerhalb dieser sieben Gruppen gibt es zahlreiche Untergruppen, die sich auf die jeweilige Seelenlage beziehen.

Die Herstellung der Blüten-Essenzen ist eine Wissenschaft für sich. Blüten-Essenzen aus Sommerblumen werden mit der so genannten Sonnenmethode hergestellt. Essenzen von Pflanzen, die schon im Frühling blühen, wenn die Sonne noch nicht so viel Kraft hat, werden mit der so genannten Kochmethode hergestellt.

Ob Bachblüten-Mittel wirken oder nicht ist sehr umstritten. Während viele sie schätzen, vermissen Pharmakologen jeden Nachweis der Wirksamkeit. Dieser ist jedoch für die Zulassung als Arzneimittel Pflicht. Bachblüten sind daher in Österreich nicht als Arzneimittel, sondern als „paramedizinisches Produkt“ das in der Komplementärmedizin angewendet wird, zugelassen.