Viele Patienten haben Probleme beim Umgang mit Tropffläschchen
 
Die Schwierigkeit ist die Variation der Flaschenauslässe
 
Beim Einnehmen von Arzneien kann so manches falsch laufen. Viele Patienten haben beispielsweise Probleme beim Umgang mit Tropffläschchen.


Man unterscheidet sogenannte "Randtropfer" von den "Zentraltropfern":

Randtropfer:
Sie haben lediglich
ein Loch in der Mitte des Einsatzes. Das Tropfen erfolgt aus der Schräghaltung. Bitte auf keinen Fall "anklopfen", da es sonst leicht zu Überdosierungen kommen kann.

Zentraltropfer (Sekrechttropfer):
Sie haben neben einer Flüssigkeitsaustrittsröhre in der Mitte
noch eine kleine, nach innen führende Röhre am Rand des Einsatzes, die zur Belüftung dient. Zentraltropfer müssen genau senkrecht kopfüber gehalten werden, um die vorgeschriebene Tropfengröße und damit die richtige Dosierung zu erreichen. Bei einem schräg gehaltenen Zentraltropfer sind die Tropfen kleiner, es wird also unbeabsichtigt zu wenig eingenommen.

Abbildungen:
Bild oben - Randtropfer: schräg halten!
Bild unten - Zentraltropfer: Senkrecht nach unten halten!

Weitere Informationen in Ihrer Apotheke!


Tipp von der Apothekerin
TV-Apothekerin Mag.pharm. Sonja Burghard zum Thema
Arzneimittel in Tropfenform in der Sendung
"Heute Leben" am 2.9.2015:

Arzneimittel werden in den unterschiedlichsten Formen, wie zum Beispiel Tabletten, Kapseln, Säfte oder Tropfen, dargeboten. Die Vorteile von Tropfen sind die individuelle Dosierbarkeit und die sehr gute Schluckbarkeit, was vor allem bei älteren Patienten hilft. Die Schwierigkeit der Tropfen ist die Variation der Flaschenauslässe, die bei bestimmten Arten Abweichungen bei der Sollmenge von Medikamenten hervorrufen kann. Daher werden bestimmte Öffnungen nur bei weniger starken Medikamenten eingesetzt.


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