Japanische Enzephalitis
 
Das Virus ist mit dem FSME und Gelbfiebervirus verwandt
 
Die Japanische Enzephalitis wird durch das Japan B-Enzephalitis-Virus ausgelöst und ist eine im Fernen Osten heimische Flavi-Virus Erkrankung. Beim Menschen ruft sie eine oft tödliche Meningoenzephalitis, also eine Entzündung von Gehirnhäuten und Gehirnher hervor. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Das Virus ist mit dem FSME und Gelbfiebervirus verwandt. Die Überträger der Japan-B-Encephalitis sind Stechmücken (Culex Moskitomücke). Hauptverbreitungsgebiete sind ländliche Gebiete in Japan und China. Weitere Endemiegebiete sind Bangladesh, Burma, Indien, Kambodscha, Laos, Nepal, Thailand, Vietnam sowie Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Sri Lanka und Taiwan, außerdem südliche Gebiete der GUS.

Aufgrund des Biotops des Überträgers kommt die Japan-B-Encephalitis ausschließlich in ländlichen Gebieten und hier wiederum bevorzugt in feuchten Regionen vor, etwa bei Reisfeldern. Vögel und Schweine fungieren als Virusreservoir.

Die Inkubationszeit beträgt etwa 4 - 14 Tage. Die Krankheit beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Die Sterblichkeit der erkrankten Personen wird mit 20 - 50 % angegeben. Sowohl der Schweregrad der Erkrankung als auch die Letalität steigen mit zunehmendem Alter an. Nach überstandener Erkrankung bleiben häufig Dauerschäden zurück.

Vorbeugungsmaßnahmen bestehen aus:
Expositionsprophylaxe, d. h. Maßnahmen, die das Risiko von Insekten gestochen zu werden herabsetzen: Tragen von langärmeligen Hemden und Blusen, langen Hosen, Imprägnierung der Kleidung, Verwendung von vernünftigen mückenabwehrenden Substanzen, Verwendung von imprägnierten Moskitonetzen oder Aufenthalt in klimatisierten Räumen; vorbeugende mehrteilige Impfung.
WICHTIG: Die FSME-Impfung schützt nicht vor der Japan-B-Encephalitis, auch wenn es sich um ein verwandtes Krankheitsbild handelt.

Seit 2007 sind die bisher verwendeten Japan Encephalitis Impfstoffe der Firmen Denka Seiken bzw. Aventis Pasteur nur mehr schwer bzw. nicht mehr erhältlich. Ersatz wird durch eine in Österreich entwickelte Ganzvirus-Totvakzine geschaffen, bei der das Virus nicht mehr auf Maushirn, sondern auf VERO-Zellen gezüchtet wird. Mehr darüber…