Presseaussendung: Apotheker fordern Einsicht in den e-Impfpass
 
Apothekerkammer OÖ zu neuen Fällen von Keuchhusten: Einsichtnahme der Apothekerschaft in den e-Impfpass kann Epidemien verhindern
 
Angesichts neuer akuter Fälle von Keuchhusten und Masern in Oberösterreich wiederholt die Apothekerkammer Österreich ihre Forderung an die Politik, den Apothekerinnen und Apothekern das dringend notwendige Recht auf Einsichtnahme in den e-Impfpass zu gewähren.

„Der e-Impfpass ist ein immens wichtiges Instrument, um die Durchimpfungsraten in Österreich zu erhöhen, denn er ermöglicht eine effektivere und einfachere Aufdeckung von Impfdefiziten in der Bevölkerung, speziell im Falle von gefährlichen Infektionskrankheiten wie Keuchhusten oder Masern. Die geplante Regelung sieht allerdings eine Einsichtnahme in den e-Impfpass durch die Apothekerinnen und Apotheker nicht vor“, beklagt der Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger.

Apothekerinnen und Apotheker als Impfberater
Die Apothekerkammer Oberösterreich fordert eine gesundheitspolitisch sinnvolle Regelung. „Mit der Einsicht in den e-Impfpass können die Apothekerinnen und Apotheker den Impfstatus der Kundinnen und Kunden rasch und einfach abfragen und damit ihre Impfberatungen sowohl qualitativ als auch quantitativ ausbauen. Davon profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten durch eine bessere Prävention als auch die Hausärztinnen und -ärzte durch eine Entlastung“, zeigt sich Veitschegger überzeugt: „Es ist wichtig, den Impfstatus zu kennen und ihn regelmäßig überprüfen zu lassen. Die Apothekerinnen und Apotheker können hier mit ihrer Beratung eine wichtige erste Ansprechstelle sein.“

Keuchhusten und Masern auf dem Vormarsch
Derzeit sind gefährliche Infektionskrankheiten wie Keuchhusten oder Masern auf dem Vormarsch. So wurden alleine heuer 276 Keuchhusten-Erkrankte in Oberösterreich registriert. Ebenso ist die Zahl der Masern-Fälle im ersten Halbjahr 2019 in ganz Europa wesentlich gestiegen und hat sich laut WHO mit rund 90.000 Fällen zum Vergleichszeitraum im Vorjahr verdoppelt. „Angesichts der angestiegenen Fälle an Keuchhusten und Masern raten wir der Bevölkerung dringend, den Impfstatus zu überprüfen und den Impfschutz gegebenenfalls auffrischen zu lassen. Nur so kann man sich effektiv vor diesen Infektionskrankheiten schützen“, appelliert Veitschegger abschließend.

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