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Hygieía - die griechische Göttin der Gesundheit
 
Sie gilt als Schutzpatronin der Apotheker
 
Die griechische Göttin Hygiea war die Tochter des Asklepios, des Gottes der Heilkunde, und der Epione, der Göttin, die für Linderung der Krankheiten und Schmerzen zuständig war.


Hygieía oder Hygeía (griech. Υγιεία oder Υγεία - die Gesundheit) ist eine Göttin der Gesundheit und gilt als Schutzpatronin der Apotheker.


Hygieia (Ausschnitt aus dem Fakultätsbild von G. Klimt)
Hygieas Kompetenz war die Festigung und Erhaltung der Gesundheit und Verhütung von Krankheiten. Das von ihrem Namen abgeleitete Wort Hygiene bedeutete bei den Griechen eine umfassende Gesundheitslehre und einen gesundheitsfördernden Lebensstil. Sie gilt als Schutzgöttin der Apotheker. Hygieia wird meist mit einer Schlange und Schale dargestellt.

Ihre Schwestern sind Panakeia (die Allheilerin, Göttin der Medizin und Zauberei), Iaso (die Göttin der Genesung), Aegle (Glanz bzw. Schimmer). Sie hatte auch vier Brüder, Euamerion (der glückliche Tag), Machaon und Podalirius (die sich als große Ärzte und Heiler auf griechischer Seite in der Schlacht um Troja ihren Ruhm erworben haben) sowie Telesphoros (der zum Ziele Führende).

Ihre Namen werden gleich am Anfang des Eids des Hippokrates angerufen:

„Ich schwöre bei Apollon dem Arzt und bei Asklepios, Hygieia und Panakeia sowie unter Anrufung aller Götter und Göttinnen…“

Abbildung links:
Der Hygieia Brunnen von Johann Martin Fischer (1787) vor dem Josephinum in Wien IX. In diesem Gebäude, das auch am 50 Schilling-Schein abgebildet war, befand sich bis 1994 das Institut für Pharmakognosie der Universität Wien.



Das Josephinum wurde von Joseph II. 1785 als Medizinisch-chirurgische Akademie gegründet.

In und an alten Apotheken fand man häufig Darstellungen der Göttin Hygiea.


Hygieia wendet ihren Blick der Äskulap-Natter zu, die eine Arznei in eine Schale speit.
Relief von Josef Klieber (1773 - 1850) bis 1879 an der Landschaftsapotheke Baden (heute im Rollettmuseum in Baden)
Fotos: F.Biba